Löschfahrzeug für Kohlemine im Kosovo

Brandbekämpfung im Braunkohle-Tagebau mit einem Feuerlöschfahrzeug

Beim Kohleabbau sind Braunkohleflöze nach einer bestimmten Zeit und nach dem Eintreten bestimmter Faktoren gefährdet spontan zu entflammen. Diese Brände sind anschließend fast nicht mehr kontrollierbar und beeinträchtigen die Sicherheit in den Minen, vernichten Ressourcen und sind außerdem extrem umweltgefährdend. Um dieser Selbstentzündung vorzubeugen ist es wichtig, die Kohleoberflächen feucht zu halten.

Die Minenbetreiber, unterstützt von der EU, wollten daher eine Mischung aus Wasser und Schaum mit relativ niedriger Pumpkapazität, jedoch höchstmöglichem Wasserdruck erzeugen, um einen feinen und effizienten Dampfstrahl zu schaffen, der die Kohlebänke entsprechend feucht und somit brandfrei hält.

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Das Feuerlöschfahrzeug sollte äußerst mobil und höchst geländegängig, die Pumpe mit Wasserwerfer sollte schwenkbar und in der Höhe verstellbar sein.

Im Einsatzgebiet, einem Tagebau in Südost-Europa, beträgt die Länge der Kohleflöze jeweils ca. 1.000 m, die Höhe ca. 30 m.

Realisierung

Der Vertrag wurde im September an Boss Pro-Tec GmbH  vergeben, Lieferung und Transport erfolgten im Januar. Die Inbetriebnahme und das Training der Feuerwehrleute wurde von unserem professionellen Feuerwehrmann im Februar durchgeführt.

Lieferumfang

Wir lieferten ein Feuerlöschfahrzeug UNIMOG U 2100 mit einem speziellen Feuerlöschaufbau bestehend aus einem 5000 Liter Wasser- und  einem 500 Liter Schaummitteltank, beide verbunden mit einer starken, heckseitig aufgebauten Dieselmotorpumpe, Leistung ca. 1000 Liter/Minute.

Diese betreibt unter anderem eine Wasserkanone/Monitor, Leistung
max. 400 l/min., die auf dem Dach des Fahrerhauses montiert ist.
Die Wurfweite beträgt ca. 80 m und kann vom Fahrer oder vom Beifahrer von der Kabine aus gesteuert werden.

Das Basisfahrzeug garantiert höchste Mobilität in schwerem Gelände und ist zusätzlich mit allem notwendigen Zubehör ausgestattet, um auch bei herkömmlichen, zivilen Einsätzen Hilfe zu leisten. Der Wassertank kann direkt von den entlang der Förderbänder verlegten Wasserleitungen oder über die Pumpe aus Feuerlöschteichen befüllt werden.